Schädliche Produkte für Zahnersatz

zahnersatz-reinigenWenn die eigenen Zähne ganz oder teilweise von einer Zahnprothese ersetzt werden, wird dies oft als ein großer Einschnitt empfunden. Viele Menschen stellen sich dann die Frage, ob in Zukunft bestimmte Produkte wie Lebensmittel oder Reiniger generell vermieden werden sollten, weil sie für das neue künstliche Gebiss schädlich sind. Die gute Nachricht ist, dass es keine bestimmten Lebensmittel gibt, die prinzipiell für den Zahnersatz von Schaden wären. Das Material einer guten Zahnprothese verträgt sich eigentlich mit jedem üblichen Lebensmittel mindestens ebenso gut, wie es bei den echten Zähnen der Fall ist. Dennoch gilt: Alles das, was auch die ersten und zweiten Zähne angreift, ist ebenfalls schädlich für einen Zahn beim künstlichen Gebiss.

Was ist schlecht für die Zahnprothese?

So können sich durch den Konsum von Tee, Kaffee, Nikotin und auch verschiedenen Arzneimitteln Beläge oder Flecken auf dem Zahnersatz bilden (siehe auch zahnersatz.de). Das Rauchen von Marihuana bewirkt grünliche Flecken auf dem künstlichen Gebiss. Weil eine Zahnprothese poröser ist als der natürliche Zahn, ist sie natürlich anfälliger für solche Flecken. Alle diese Beläge auf dem Zahnersatz sind nicht nur unschön, sondern sie greifen zudem die Oberflächen bei der Zahnprothese an. Weil die Zähne am Gebiss durch diesen Belag rau werden, setzen sich hier leicht Reste genossener Lebensmittel fest, wodurch für Bakterien und Pilze ein Nährboden entsteht. In diesem Fall können einige Lebensmittel wie Käse und alles Zuckerhaltige gefährlich werden. Im Käse befinden sich ebenso Pilze wie in gezuckerten Speisen, die als Reste am Zahnersatz ideal zur Vermehrung für Hefepilze sind.

Kann Pflege beim künstlichen Zahn auch schädlich sein?

Um die Vermehrung von Pilzen und Bakterien zu verhindern, ist die richtige Pflege wichtig. Doch sogar hier gibt es Produkte, die schädlich sind. Putzt man seinen Zahnersatz wie den natürlichen Zahn mit Zahnbürste und Zahnpasta, ist zu beachten, dass man keine harte Zahnbürste wählt. Diese ist eine große Gefahr für die Zahnprothese, weil sie dadurch Kratzer abbekommt, die dem ursprünglichen Glanz erheblich schaden können. Auch bei der Zahnpasta ist darauf zu achten, dass diese mild ist und keine oder nur einen sehr niedrigen Prozentsatz an Schleifmitteln enthält. Solche chemischen Schleifmittel scheuern an der Zahnprothese, was sie angreift und neue Angriffsflächen für Bakterien schafft. Auch wenn man noch so scheuern würde, die einmal eingetretenen Verfärbungen am künstlichen Zahn sind durch Bürsten und Zahnpasta ohnehin nicht wirklich zu entfernen.

Zahnprotese: Reinigung, aber richtig

Um der Beschädigung beim Zahnersatz entgegenzuwirken, ohne auf Tee, Kaffee oder Zigaretten verzichten zu müssen, kommt es ganz auf die richtige Reinigung an, die alles was wie die Rückstände der Lebensmittel schädlich ist, auf gründliche Weise beseitigt. Möchte man das künstliche Gebiss nicht in einem Tauchbad mit speziellem Reinigungsmittel aus der Apotheke säubern, sondern dafür einen ohnehin vorhandenen Haushaltsreiniger verwenden, sind auf jeden Fall alle scharfen Mittel aus dem Putzschrank zu vermeiden. Nur ein Geschirrspülmittel oder die Kernseife sind nicht problematisch für den Zahnersatz. Grundsätzlich ist man immer gut beraten, wenn man sich vor Augen hält, dass alles, was schädlich für den normalen Zahn ist, auch der Prothese nicht gut tut. Man muss auf kein Lebensmittel verzichten, weil sie schlecht wären, solange man die Reinigung der künstlichen Zähne nicht vernachlässigt.

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