Vegetarismus – mittlerweile in Muss?
Der Wunsch nach einer gesunden Ernährung nimmt in der Bevölkerung immer mehr zu. Viele Menschen entscheiden sich, nicht zuletzt aufgrund der vielen Skandale, die insbesondere die tierische Lebensmittelindustrie immer wieder erschüttern ( Östrogene wurden 1980 in Kalbsfleisch entdeckt, 1993 taucht durch hygienische Mängel in Schlachthöfen verdorbenes Fleisch auf dem Markt auf, immer wieder Gammelfleisch und Umetikettierung , Eier mit Hühnerkotrückständen zur Verarbeitung von Nudeln oder Eier mit Nikotinrückständen im Handel, Wurmbefall bei Seefisch, der Schweinemastskandal 2001, etc.) dafür, sich vegetarisch zu ernähren. Es gibt eine eklatante Diskrepanz zwischen überzeugten Fleischessern („Ohne Fleisch fehlt mir was“) und den Vegetariern, die sich oft einerseits vor den Essgewohnheiten dieser ein wenig ekeln (zum Beispiel bei Diskussionen in der Currybude: Wurst mit Darm oder ohne) und andererseits oft in der Situation finden, rechtfertigen zu müssen, warum sie kein Fleisch essen wollen.
Ein gutes Argument: Vegetarier sind oft schlanker, da die Fett- und Eiweißzufuhr im Vergleich zu der der „Allesesser“ geringer ist. In einer Gemüsekiste stecken eben weniger Kalorien als in einer Fleischplatte.
Einer der Motivationsgründe dafür, Vegetarier zu werden ist auch der Wunsch, weniger Schadstoffe zu sich zu nehmen, wie bereits oben erläutert. Vegetarier ernähren sich auch oft gerne von Bio, um noch mehr Kontrolle über eventuelle Schadstoffe, von denen ja Gemüse durchaus auch betroffen sein kann, (wie Pestizide oder Herbizide) zu haben. Es gibt verschiedenste Beweggründe. Neben dem Wunsch, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten – die Fleischproduktion ist einer der größten Feinde der Klimaschützer, aufgrund der hohen Methanbildung bei der Haltung von Rindern – spielen oft auch ethische Überlegungen eine Rolle.


