Magen-Darm-Grippe – nein danke!

Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall – oft überfallen uns diese unangenehmen Beschwerden ganz überraschend. In vielen Fällen handelt es sich dann um eine Magen-Darm-Grippe. Aber was ist das eigentlich genau und wie kann man eventuell vorbeugen?

Die landläufige Bezeichnung Magen-Darm-Grippe ist im Grunde falsch, denn mit einer Grippe hat diese Infektion gar nichts zu tun. Es handelt sich um eine Entzündung des Magen-Darm-Bereichs, die durch Noroviren hervorgerufen wird. Meistens ist die Erkrankung in kurzer Zeit ausgestanden, ohne dass spezielle Medikamente nötig sind.

Dennoch sollte man die Ansteckung ernst nehmen und die Symptome genau beobachten. Immerhin kann es sich manchmal auch um eine Salmonelleninfektion oder eine Lebensmittelvergiftung handeln. Wenn nach spätestens zwei Tagen die Beschwerden nicht abgeklungen sind, ist es immer ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Für kleine Kinder und Senioren kann eine Norovirus-Infektion durchaus gefährlich sein, da die Gefahr der Austrocknung durch den hohen Flüssigkeitsverlust besteht. Deshalb muss bei der Krankenpflege besonders auf ausreichendes Trinken geachtet werden. Zwieback ist ein geeignetes Mittel, sich in der Genesungsphase schonend zu ernähren. Noroviren sind hochansteckend, schon eine ganz geringe Menge reicht für eine Infektion aus. Die Übertragungswege sind vielfältig, die Viren können sich über Lebensmittel, Türklinken, Toiletten, oder Gegenstände verbreiten.

Schutz durch Hygiene

Der beste Schutz vor Übertragung ist daher eine möglichst umfassende Hygiene. Die Noroviren-Infektion wird gelegentlich als „Kreuzfahrtkrankheit“ bezeichnet, da sie sehr häufig auf großen Kreuzfahrtschiffen vorkommt. Das ist kein Wunder, Ansteckungen treten immer dort gehäuft auf, wo sich große Menschenmengen auf engem Raum konzentrieren. Aus demselben Grund steigt die Anzahl der Erkrankungen im Winter sprunghaft an, vor allem in öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten oder Altenheimen. Die Menschen halten sich dann vorwiegend drinnen auf und kommen mehr zusammen als im Sommer.

Vorbeugen und sich schützen kann man nur durch hygienisches Verhalten. Das heißt: so oft wie möglich Hände gründlich waschen und Sauberkeit auch in allen anderen Bereichen. In der Firma kann man Papierauflagen für die Toilette benutzen, die Hände nach dem Waschen lieber so trocknen lassen oder, falls vorhanden, den Luftstromtrockner verwenden, statt der Stoffhandtücher. Leider sind Noroviren sehr widerstandsfähig, erst bei Temperaturen ab 60 Grad werden Sie in der Wäsche abgetötet, Unterwäsche sollte man besser immer bei 95 Grad waschen.

Es gibt noch viele praktische Tipps für geeignete Hygienemaßnahmen im Alltag. Ganz umfassend kann man sich per Internet über das Thema informieren. Hier ist auch zur Geschichte der Erforschung etwas zu erfahren, oder es ist möglich im Archiv Wissenswertes aus aller Welt nachzulesen.

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